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Mittwoch, 25. April 2012

A year ago....


….ja ein Jahr ist es jetzt her, dass ich nach Australien aufgebrochen bin. Und nun bin ich seit 17 Tagen wieder in Deutschland – nach 345 Tagen in OZ and NZ! Doch erst ein paar Sätze zu den letzten Tagen in Down Under. Denn meine letzte Woche in Australien habe ich mit dem Skydive eröffnet. Letzte Woche?! In Deutschland hatte ich allen erzählt ich würde Freitag den 20.04. morgens um 06:40 Uhr in Frankfurt ankommen......das war ein Märchen. In Wahrheit hatte ich meinen Rückflug auf den 06.04.2012 gebucht – Karfreitag. Das wusste aber wie gesagt niemand in Deutschland; nur meine Mitreisenden wussten von meinem Plan. Also genoss ich den 01.04. im tropischen Cairns, um am nächsten Morgen um 05:30 Uhr mit Qantas zurück nach Brisbane zu fliegen.

Cairns Airport
Australia's Eastcoast
Breakfast
Anflug Brisbane Airport

mein Rucksack

komische Vögel in Brisbane

Dort haben mich Andre und Robin ----->>> http://world-trip-2012.blogspot.de/ mit ihrem Campervan abgeholt. Nach einem Stopp in der City, die beiden mussten noch ihren weiteren OZ-Trip planen ging es zum Citybeach in Brisbane. Bis zum Nachmittag verbrachten wir den Tag dort, bevor sie weiter nach Norden mussten. Im Hostel habe ich dann noch den Post „Rain, flooded streets, water everywhere“ geschrieben. Am nächsten Tag musste ich dann noch ein bisschen Papierkram erledigen. Vom General Post Office, wo noch die Rückzahlung meiner Autoversicherung in Form eines Checks lag, ging es zur Commonwealth Bank.
Robin und Andre im Campervan
Zum einen den Check einlösen und zum klären, wie ich von Deutschland aus den Betrag auf meinem Rentenkonto abfragen kann. Nach ein bisschen hin und her war das dann auch erledigt. Und nun??? Ja in Brisbane ist an sich nicht so viel zu tun und die Tatsache, dass man weiß in drei Tagen das Land verlassen zu müssen, ist auch nicht gerade motivationsfördernd. Den 04.04. verbrachte ich Postkarten schreibend am City Beach, bevor mein Flieger um 22:40 Uhr nach Melbourne ging. Gegen 3 Uhr Donnerstagmorgen lag ich dann im Bett des YHA Central Station in Melbourne......nach einer kurzen Nacht auf zum Federation Square und Jeff treffen. Er war erst tage zuvor zurück aus Neuseeland gekommen und die Bestätigung erhalten, dass er ein zweites Jahr in Oz bleiben darf. Das ich irgendwie neidisch war, bedarf keiner extra Erläuterung.....aber ich war gedanklich schon auf Deutschland eingestellt. Eigentlich wollten wir den Tag über in der Stadt rumhängen. Aber mein Taxagent hatte etwas dagegen...er wollte von mir um 15:30 Uhr noch ein Dokument ausgedruckt, ausgefüllt und beglaubigt haben.....ob ich das heute noch schaffen würde war fraglich.....ich könnte das ja noch morgen machen bevor ich fliege. DAS IST EIN FEIERTAG!!!! Naja irgendwie klappte das dann doch noch. Donnerstagabend war ich mit Jeff essen und Party machen. Jordan, ein Franzose aus Renmark, der mit einer PS3 reist, war auch mit von der Partie.
Eurekatower
04 Uhr im Bett, 08:30 Uhr aufstehen, alles zusammenpacken, das letzte Geld vom Konto abheben und auf zum Flughafen. Einchecken, durch die Sicherheitskontrolle und den Zoll. Pünktlich um 14:30 hob der Airbus A330-300 von der Runway ab und es ging hinweg über Alice Springs und Derby nach Kuala Lumpur, Malaysia. Gute vier Stunden später verschwand Australien am Horizont..........irgendwie da wurde so langsam klar, dass das Jahr jetzt Geschichte ist........aber ich komme wieder. Versprochen.
Sunset

Nach 8,5h war Kuala Lumpur erreicht. Weitere 2,5 Stunden später ging saß ich in der Boeing Triple Seven nach Frankfurt. Nach guten 13,5 Stunden hatte ich gegen 07:15 wieder deutschen, regennassen Boden unter den Füßen oder besser Fahrwerk. Obwohl es mein bisher längster Flug war, war es der mit Abstand angenehmste auf der Strecke Europa/Südostasien. Das lag zum einen an meinem Schlafmangel der letzten Tage und an meiner netten Sitznachbarin aus Melbourne. Gepäck nehmen, durch den Zoll und in kurzer Hose auf den Shuttlebus vom Hostel warten....brrrrrrrrrr kühl in Deutschland. Allerdings musste ich vorher noch heraus finden, wie mein Hostel heißt, dass ist ja schon was länger her, dass ich das gebucht hatte. Da ich erst um 15 Uhr einchecken konnte entschloss ich mich dazu der Frankfurter Innenstadt einen Besuch abzustatten. Am Bahnhof erst einmal ein paar Koreaner bei der Zugwahl behilflich sein und dann durch den CBD latschen :) Völlig übermüdet um 15:30 ins Bett fallen und den klingelden Wecker um 17 Uhr aus schalten und bis 20Uhr weiter pennen. BIG Mistake.
Ostersonntag gings mit dem ICE nach Köln. Eigentlich sollte es weiter nach Hause gehen. Da aber die Osterfeier bei meiner Oma abgesagt wurde, änderte ich den Plan und schlief noch eine Nacht in Köln, um meine Familie bei der Osterfeierei bei meiner anderen Oma zu überraschen....
KUL - FRA, Boeing 777-200
Breakfast

Anflug FRA - super Wetter in Deutschland

 
Commerzbanktower

Frankfurt Skyline
Deutsche Börse

Und da ich jetzt ja wieder zu Hause bin, ist dies - vorerst - der letzte Post hier an dieser Stelle. Ich habe unglaubliche 345 Tage in Australien und Neuseeland verbracht, bin mehr als 20.000km mit Auto, Bahn und Bus gereist, habe die faszinierendsten Sternenhimmel gesehen, tote und lebendige Kängurus, habe tonnenweise Obst- und Gemüse geerntet, war an Ost- und Westküste schwimmen, war mitten in der Wüste campen und habe die interessantesten Menschen getroffen, die diese Reise so unglaublich gemacht haben.
Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich die Reise machen konnte und werde sie nie vergessen. Danke an alle die mich unterstützt haben, und ich hoffe, dass ich mit diesem Blog euch zumindest ein wenig an der Reise teilhaben lassen konnte.
Mit diesem 100. Post ein Jahr nach meinem Abflug ist der Blog dann auch beendet. Aber er wird weiterhin online bleiben, denn: Die nächste Reise kommt bestimmt!

Cheers
Oliver

Dienstag, 10. Januar 2012

Die wohl gesündesten Wochen meines Lebens.....



….gehen am Donnerstag zu Ende. Dann sind drei Monate Farmwork, die ich für das 2nd Year Visa benötige, abgearbeitet. Während dieser Zeit haben Jeff und ich Nektarinenbäume, ausgedünnt, Wasserrohre verlegt, Aprikosenbäume von der hydroplat gethinned, Aprikosenbäume gepflanzt, Furchen zu gebuddelt, Nektarinen mit und ohne Supervisor gepicked – die ein oder andere war toooooooooo green – Kirschen geerntet, Nektarinen gegessen,Witze gemacht, Pfirsiche gethinned, sind hohem Gras und weniger hohem Gras mit dem Whipper Snipper zu Leibe gerückt, haben Krischen gegessen, Wasser getrunken, keine Bauchschmerzen gehabt ;), Nutella Sandwichs gegessen, Sprinkler mit dem Whipper Snipper zerstört, Holzpfosten angemalt, blöde Witze gemacht, Sonnencreme benutzt, Nektarinen geernet, Pfirsiche gegessen, Traktor gefahren, Aprikosenbäume beschnitten, „geWhipper snippt“, Kängurus gesehen, Gehaltsschecks zur Bank gebracht, uns aus dem Auto ausgesperrt – wobei das eher auf mein Konto geht – Aprikosen geerntet, hydroplats mit Benzin befüllt, Schinkensandwichs gegessen, saublöde Witze gemacht, Nektarinen gepacked, Regenwasser getrunken, tagelang die selben T-Shirts, Socken, Hosen angehabt, Unkraut beseitigt, Sprinkler inklusive dazugehörige Wasserschläuche halbwegs gerade ausgerichtet, Cola getrunken, Aprikosen gepacked, Zucchinis geerntet, Käsesandwiche gegessen, Emus gesehen, Quad gefahren, Pfirsiche gepacked, Meatcows gefüttert, Zucchinis gepacked, Emus zu Fuß gejagt, Emus auf dem Quad gejagt, Holzpfosten in die Erde gestellt, Tomaten gepflanzt, Bewässerungssysteme aufgebaut, Wasserschläuche geschnitten, die theoretisch alle gleich lang sein sollten, geschwitzt, Regenwasser getrunken, Lachssandwich gegessen, Witze unter jeglicher Gürtellinie gemacht, mit dem 4WD auf dem Feld festgefahren, kilometerweise Draht entlang der Tomatenpflanzen ausgelegt, tausende Nägel in Holzpfosten geschlagen um besagten Draht daran zu befestigen, bei 41°C Bewässerungssysteme auf einem staubigen Feld sowas von gerade ausgelegt, Wasser getrunken, Bananen gegessen, die Hitze verflucht, arbeiteten bis zu 73,5h in einer Woche, wurden wieder einmal bei der Bank vorstellig, tranken noch mehr Wasser, schnitten Aprikosen, machten Regenbogen, aßen Sandwichs ohne alles, trockneten Aprikosen, mähten Rasen, tranken noch viel mehr Coke und hatten eigentlich nie frei!
Jetzt sind es nur noch vier Tage. Es werden wohl vier zieeemlich lange Tage. Ich werde berichten, wie es ausgegangen ist.
Ansonsten sind inzwischen alle Aprikosenbäume abgeerntet, an den Nektarinenbäumen hängt noch die ein oder andere und manche Pfirsich muss auch noch geerntet werden. Den Tomatenpflanzen kann man beim wachsen zu sehen und es werden bald neue Zucchinis ausgesät. Aber was damit wird interessiert mich ungefähr so viel, wie das in China gerade ein Sack Reis gegen den Wind umgefallen ist. Ab Freitag will ich nichts mehr hören davon. Jeff auch nicht ;) Ganz entscheiden dazu beiträgt ist ein holländisch Hippiepäarchen, die sooooooo unglaublich nervtötend sind, und besonders Er, so unglaublich laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsam. Bei so ziemlich allem eigentlich. Man muss manchmal zweimal hinsehen um zu erkennen, ob der sich überhaupt bewegt. Kevin ist auch ziemlich genervt und sagte schon vor zwei Wochen zu Jeff: „Jeff, ich möchte die gerne feuern, aber ich habe noch nie jemand in meinem Leben gefeuert, ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll.“ Also sind die immer noch hier.......“Honestly Olli, I think he is colorblind!“ Zum Thema: „Please pick only the apricots, which are really really orange.“ Seine waren mehr grün als orange.....never mind......four days.......
Was gibt es im Hostel neues?! Inzwischen ist das hier so ein bisschen wie in Darwin am Ende. Die meisten Leute sind um Weihnachten/Neujahr abgehauen....es wird also allerhöchste Eisenbahn hier auch die Biege zu machen! Ahja es sind übrigens nur noch 4 (in Worten: VIER) Tage. Das ist einer mehr als drei und einer weniger als fünf und damit mindestens 3,99999999 Tage zu viel! Egal: Augen zu und durch!



Um mal zurück zur Überschrift zu kommen. Ich habe wohl noch nie so viel Obst und vor allem frisches Obst in meinem Leben gegessen wie hier....wen wunderst auch. Allerdings die gesündesten Wochen waren es trotzdem nicht. 6 x McDonalds, Tiefkühlpizzen und Fertiglasagne stehen dem Obst gegenüber. Wir sind ja jung, dynamisch und fit. Wir stecken das weg ;)



Und bevor ich es vergesse, es ist Post angekommen. Und zwar von Schwersterherz, Oma und Opa V. , aus Wöllihauen, und meiner Patentante angekommen. Danköööööööööööööööö! Die Post aus Rheinland-Pfalz hat allerdings den Flug nicht überlebt und/oder nass geworden. Vom Text ist nicht viel bis gar nichts über, außer grünes Papier. Trotzdem danke ;)

Abendessen

biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiillig

Mein neuer Musikplayer

Hände nach 7 Stunden an und mit Tomatenpflanzen

Ähhhh Sonnenaufgang

ganz ökologische Hostelmüllentsorgung. Benzin drüber, Streichholz rein, fertig

Regen überall, nur nicht da wo wir sind

kaputte Trays, die eigentlich fürs Aprikosentrocknen gedacht sind

Apriosenbäume

Hydroplat von Hydroplat fotografiert
brütender Vogel im Nest....die Aprikose über ihm musste halt auch geerntet werden



Sonntag, 27. November 2011

Immer wieder Sonntags.....

...steh ich vor dem selben Problem, mir eine halbwegs kreative Überschrift auszudenken. Aber hiermit wäre wieder ein Sonntag geschafft ;). Ja diese Woche konnte sich das Wetter nicht so ganz entscheiden. Meistens sah es draußen nach einem typisch deutschem Novemberwetter aus; nur ein bisschen wärmer. Graue Wolken, ein bisschen Sonne und Regen. Trotzdem kommen wir auf sieben Arbeitstage. Irgendwann Mitte dieser Woche - ich kann mich leider nicht mehr an den Tag erinnern, denn ich habe nach drei Wochen Arbeit ohne freien Tag so ziemlich jedes Gefühl für irgendwelche Wochentage verloren – konnten wir uns nach dem Frühstück um 5:15 Uhr wieder für zwei Stunden hinlegen, denn nach dem nächtlichen Regen war alles nass. Das musste erst mal „trocknen“. Was ist diese Woche so passiert? Zucchinis, Nektarinen, bla bla bla.
In Kampfmontur geht es den Zucchinis an den Kragen, die mit ihren blöden Borsten an der Pflanze einem die Unterarme zerkratzen und später jucken wie sau....die Schweine :)

Des Weiteren toten Fuchs entdeckt, Kängurus aufgeschreckt, die dann anstatt vor mir wegzulaufen, auf mich zu gekommen sind und im Eiltempo an mir vorbei gesprungen sind. So etwas hebt die Stimmung morgens um sechs auf einem Zucchinifeld ERHEBLICH.
Jeff 1 - Fuchs 0
Dieses Gesicht ist einfach nicht fotogen!
Traktorrennen bei 6 km/h ;)
irrigation system
Öhhh?!
Und ab geht die Post!
 Und dann kann man während der Arbeit noch den Sonnenaufgang beobachten. Und Abends beim telefonieren sieht man sie wieder untergehen...am Samstag, also gestern, hatte sich Kevin mit seinem Traktor im nassen Untergrund festgefahren...also den neuen Traktor holen und ihn mal rausziehen im strömenden Regen. Mein Traktor hatte aber ein Dach :D. Über diese Thema kann man jetzt viele blöde Witze machen . Viel Spaß dabei an dieser Stelle ;)


Sooooooooooooonenuntergang!

Freitagabend waren wir im Renmark Hotel auf einer Karaokeparty. Wir waren mit gut 10 Leuten da, damit stellten wir 1/3 des „Partyvolkes“. „Let it be“, „Down Under“ und „Another One Bites the Dust“ mit den Hostelmates gesungen, Spaß gehabt, zu wenig geschlafen und entsprechend müde auf der Farm erschienen.

Hong Kong, Germany, Taiwan


Farmwork und Kopfschmerzen vertragen sich aber nicht so genug...so mussten sich Jeff und ich gegenseitig motivieren und über Wasser halten. Tag überstanden, nach der Arbeit im Hostel rumhängen und dann doch wieder die angepeilte Bettgehzeit von 20Uhr um 120 Minuten verfehlen...Der Wecker reißt einen dann auch unbarmherzig um 4:45Uhr wieder aus dem Schlaf
Ach ja! Und kurze Haare habe ich auch wieder. Den größten Teil selber geschnitten. Die Ecken und Ränder und alles andere was noch so über war, ist Joe aus Hong Kong mit dem Rasierer zu Leibe gerückt ;)
Ach ja Teil 2:Arbeitspensum letzte Woche: 63,5 Stunden. Mal schauen, ob das noch zu toppen ist. Eine besinnliche Adventszeit mit viel Glühwein, Keksen, Stollen, Adeventskalendern und so ;)
Ach ja Teil 3: Kleines Suchspiel zur Abwechslung. Warum hat mein Handdy eigentlich kein Superteleobjektiv? Könnten da die Handymacher mal bitte was daran ändern! Danke

Finde die Emus!

Sonntag, 20. November 2011

Arbeit, Arbeit, Arbeit = Kohle, Kohle und noch mehr Kohle


Ja wie die Überschrift vermuten lässt arbeiten wir hier in Renmark. Das ist an und für sich jetzt keine wirkliche Neuigkeit, denn das machen wir ja jetzt schon seit 6 Wochen, aber wir haben heute (20.11.) 14 Tage ohne Pause gearbeitet. Und so wie es aussieht, werden da auch noch ein paar Tage ohne Pause hinzukommen. Die letzte Payweek haben wir 54 Stunden mit Zucchinis ernten, Kirschen pflücken, Unkraut jäten, thinnen, Nektarinen pflücken und Traktor fahren verbracht.



Aber Stundentechnisch ist da aber noch Luft nach oben. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Apropos Wetter. Vorhersage für letzten Donnerstag: 40°C. Es wurden dann doch nur kühle 38°C. Ich warte weiterhin auf die 4 vorne :). In Neuss ist es ja schon soweit. Da kommt dann nur nichs mehr dahinter ;). Durch das Zucchinifeld müssen wir übrigens jeden Tag laufen. Und während wir die Tage so gemütlich, ja wir lassen uns ja bei der Arbeit nicht hetzen, so am Nektarinenpicken sind, stolzieren zwei Emus 10m von uns entfernt durchs hohe Gras. Riesenviecher! Waren erst vor uns weggelaufen, als wir zur Nektarinenbaumreihe gekommen waren und sind dann 5 Minuten später wieder zurück gekommen und waren von unserer Anwesenheit nicht sonderlich beeindruckt. Wir müssen sie wohl beim Mittagessen gestört haben, denn viele Nektarinen waren frisch angebissen. Meistens die in 2,3m Höhe. Wer kennt das Lied „Nein, Mann!“ von Laserkraft 3D?! Wer´s nicht kennt: Googlen, yahooen, bingen or whatever. Irgendwie sind wir heute auf jeden Fall auf dieses Lied gekommen uns haben es etwas umgedichtet.



Nein, Mann!
Ich will noch nicht gehen!
Ich will noch ein bisschen pflücken!
Nein, Mann!
Ich will noch nicht gehen!
Ich will noch ein bisschen pflücken!
Hey, nah süße (damit ist natürlich ne Nektarine gemeint :D)
bist ja nicht ganz alleine hier!
bist mir trotzdem gleich aufgefallen!
Voll Laser wie du hier abhängst!



Soviel zum kreativen Teil.
Grüße an alle aber ganz besonders an Lukas S. aus K. ;)

Der Alte!

Der Neue!

picked and packed

Samstag, 12. November 2011

Der Sensenmann!


So womit fange ich heute an. Also da wäre über schwere Gewitter von Donnerstag auf Freitag, die zu einem teilweisen Blackout geführt haben, da wäre das Nectarinepicking am Mittwoch auf einer anderen Farm und da wäre noch ein Jubiläum.....fangen wir mal mit den Nektarinen an: Mittwochmorgen sollten wir (das halbe Hostel) für einen anderen Farmer besagte Nektarinen ernten, da er etwas hinterher hing. Also 5:30Uhr aufstehen, 6:00Uhr losfahren und 6:20Uhr an der Farm ankommen. Feststellen, dass es nachts geregnet hat dem zu Folge alles nass ist und man so nicht picken kann. Also wieder zurück zum Hostel und auf DEN Anruf warten. Aus 8Uhr anfangen wurde wegen weiterer Regenfälle nichts...auch um 10 Uhr ging es noch nicht los. Bis dahin hatte ich schon weitere 90 Minuten geschlafen, ein zweites Frühstück zu mir genommen und Mr. & Mrs. Smith geguckt. Das ganze hatte etwas von der Zivildienstzeit beim DRK. Rumsitzen, fernsehen, schlafen und vielleicht irgendwann mal arbeiten. Los ging es dann letztendlich um 13:30Uhr. Nach 5 Wochen in Renmark zum ersten mal ernten. Die Farm von Marc ist um einiges größer als Kevins und so pickten etwa 20 Leute Nektarinen unter der Aufsicht von Supervisoren. Die einem kurz und knapp erklären was zu tun hat. Die großen roten Nektarinen sind vom Baum zu pflücken, in die Umhängetasche vorsichtig zu füllen und die volle Tasche ist am Traktor in Holzbehälter zu füllen. Das ganze hört sich nicht sonderlich kompliziert an, ist es aber! Zumindest weil Supervisor nicht sagen was sie meinen. Also Tasche füllen und am Traktor entleeren. Supervisor schaut sich die Früchte an und kommt zum eindeutigen Urteil: zu grün. Aha! Also merken: Nicht die grünen, nur die roten. Tasche füllen zurück zum Traktor: zu grün. Ich muss ein ziemlich großes Fragezeichen im Gesicht gehabt, denn die einzigen Farben die ich bei meinen geernteten Nektarinen erkennen konnte, waren gelb und rot. Von grün keine Spur; also zumindest durch meine Augen samt Brille. Also mal vorsichtig nachfragen: „Tut mir leid, ich seh nur rot und gelb, aber kein grün?!“ Antwort Supervisor: „Ja gelb ist ok, nur nicht zu gelb, aber halt dich von den grünen fern!“ Ehhhm ja....die rot-gelben, die ich gepickt habe sind zu grün, aber gelb ist okay. Tut mir leid, aber an dieser Stelle kann ich eindeutig nicht mehr folgen, was man von mir will. Ich versuche mich jetzt nur noch auf eindeutig rote Nektarinen zu beschränken, um das leicht verwirrende Farbenspiel zu umgehen. Die nächste Taschenladung wird dann auch eigentlich nicht mehr beanstandet. Problem gelöst, denkste! Ne halbe Stunde später kommt besagter Supervisor und kontrolliert die Bäume. Ich würde zu viele reife Nektarinen an den Bäumen lassen und streckt mir eine handvoll rot-gelber Früchte entgegen. Zu diesem Zeitpunkt nehme ich so ziemlich jede Anweisung mit einem gequälten Lächeln, einen Kopfnicken und einem „ok“ zu Kenntnis. Er legt die Nektarinen in meine Tasche und kramt eine von mir gepflückte heraus und sagt, dass die nicht - an dieser Stelle sollte jetzt eigentlich ein englisches Wort und seine deutsche Übersetzung stehen. Allerdings habe ich das Wort wieder vergessen, weil ich auch nicht wusste bzw. weiß was es bedeutet. Ich habe ihn zweimal gefragt, was dieses Adjektiv bedeutet. Er erklärte mir daraufhin dieses unbekannte Wort mit dem unbekannten Wort. Ein drittes mal habe ich nicht gefragt, dass war mir dann doch irgendwann zu blöd – ist. Auch diese Anweisung quittiere ich mich lächel, Kopf nicken, ok. Nach drei Stunden ist eine 15 Minutenpause. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Schnauze von Nektarinen, egal ob groß, klein, grün, rot, gelb oder was auch immer, sowie von Supervisoren gestrichen voll. Die restlichen drei Stunden versuche ich jeglichen Kontakt mit Nektarinen und Supervisoren zu vermeiden. Erstes war weniger erfolgreich ;). Um 19:30 Uhr war der Tag dann beendet, Gott sei Dank!!!!!!
Potatoepancakes selbst gemacht! Mit Apfelmus aus dem 370gr Glas :)

Ja Donnerstagnacht hat es hier wohl angeblich ordentlich gewittert. Ich kann das ganze zwar nicht bezeugen, denn ich habe geschlafen. Da war ich dann wohl der einzige im ganzen Hostel. Der Rest war wach :). Nach dem Gewitter hatte Halb-Renmark keinen Strom mehr, wir waren in der anderen Hälfte :). Auch der Woolworths war ohne Elektrizität. So ziemlich alle Kühlregal waren am nächsten Tag um 16Uhr noch leer. Ein „Highlight“ diese Woche. Ein weiteres war das Whipper Snipping. Donnerstag und Freitag habe ich jeweils 8 Stunden den Rasentrimmer durchs zum Teil hüft- bis schulterhohe Gras gejagt. Und während ich den Whipper Snipper, ich liebe dieses Wort, so durchs Gräser, Löwenzähne und Kleeblätter schwinge, komme ich mir zwischendurch ein wenig wie der Alm-Öhi aus Heidi vor. Nur ohne Bart, etwas jünger, ohne Berge und anstatt mit einer Sense, diesem beinahe ohrenbetäubenden Whipper Snipper. Ich weiß nicht mehr wie ich auf diesen Gedanken gekommen bin, aber ist ja auch egal. Man macht sich generell über ziemlich vieles Gedanken, aber mehr Kopfkino möchte an dieser Stelle nicht preis geben :)

In Vollmontur: Sonnenhut, Sonnenbrille, Sicherheitsbrille, Hemd, Handschuhe, Regenhose und Gummistiefel
Ein Highlight eines (fast) jeden Tages: Quad fahren
Eiskalte Coke: Die wohl beste Erfindung der Welt....
Begegnungen bei der Arbeit
Ansonsten war am 11.11.11 mein 200. Tag in Australien. Bleiben heute noch maximal 164 Tage übrig bis mein Visum ausläuft. Die Zeit rennt und rennt, da kommste gar nicht hinterher. An dieser Stelle kann man ja mal eine Zwischenbilanz ziehen; und zwar finanziell. Ich habe in Perth, wahrscheinlich aus Langeweile, angefangen eine Exeltabelle zu führen mit den täglichen Ausgaben. Und, man mag es kaum glauben, aber ich führe sie immer noch. Für jeden Monat eine Tabelle. Nach und nach habe ich die Tabelle erweitert. Um Einnahmen, um das was man so für Essen und Schlafen ausgibt. Mehr oder weniger ist da so ziemlich alles festgehalten, die eine oder andere Kleinigkeit habe ich mit Sicherheit vergessen, kann aber wohl vernachlässigt werden. Also Stand vom 11.11.11 sieht das Ganze wie folgt aus.

Das kleinste Postoffice der Welt?
 
In den 200 Tagen in Australien habe ich Ausgaben in Höhe von 12.362,88AUD gehabt. Dem gegenüber stehen Einnahmen (incl. Autoverkauf usw.) von 12.980,97 AUD. Die durchschnittlichen Ausgaben am Tag betragen dabei knappe 62 AUD. Essen (incl. Bier) schlägt mit 12,30 AUD und Übernachtungskosten mit 20,53 AUD zu Buche. In der Auflistung sind Ausgaben, die ich in Deutschland getätigt habe wie Flug, Visum, „Ausrüstung“ nicht enthalten. Eine ganze Menge Kohle, die ich hier schon gelassen habe, wenn man sich das mal überlegt. Und für den Fall, dass ich mich verrechnet habe: Bitte mitteilen, dann sende ich meine Bewerbung direkt zu dieser Bad Bank. Vielleicht brauchen die ja noch kompetente Leute :) Zu diesem Thema kann ich euch den Beitrag der Heute-Show vom letzten Freitag wärmstens ans Herz legen. Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=y7bjv-56ZF0&feature=player_detailpage#t=579s
Aber eigentlich kann man sich die Sendung auch ganz anschauen!

Bananapancakes with Syrup! Awesome
P.S. Wen es interessiert: Meine Flugstatistik :) man beachte: kürzester Flug :D   http://meine.flugstatistik.de/tuttut951